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Sängerlinde am Haus der Vereine in Schwarza, Hauptstraße 87a (25.10.2003)

 
"Und wenn morgen die Welt unterging, so würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.",

 

so soll der Reformator Martin Luther seinem Glauben an die Zukunft seinerzeit Ausdruck verliehen haben. Das könnte für den Gesangverein (GV) "Sängerkranz Eintracht" Schwarza e. V. umgemünzt heißen: Und würde eines Tages der Gesangverein untergehen, zeugt doch die Sängerlinde (tilia "cantata") davon, daß es mal einen solchen gegeben hat, der voller Zuversicht vertraut hat, daß es auch künftig SängerInnen geben wird.Dieser Gedanke war jedoch nicht das Motiv, am Samstag, dem 25. Oktober 2003, auf der Freifläche hinter dem Vereinshaus und am neu angebauten Gemeindesaal eine Linde zu pflanzen. Der GV hat diese Linde der Gemeinde Schwarza im September 2002 im Rahmen der Feierlichkeiten zur 1175Jahrfeier des Ortes und zur Einweihung des besagten Saales zum Geschenk gemacht. - Zunächst nur symbolisch in Form eines Lindenablegers vom Vereinslokal "Zur Linde", denn die Gestaltung der Freifläche konnte wegen der schlechten Finanzlage der Gemeinde im Festjahr nicht mehr erfolgen und wurde für 2003 in Aussicht gestellt. Auch die Stifterplakette wurde an diesem Abend dem Bürgermeister bereits überreicht.

 

Mit der Gestaltung des künftigen Festplatzes hat es jedoch nicht geklappt. Der Gesangverein (GV) wollte sein Geschenk aber trotzdem einlösen und hat die mit bunten Notenschlüsseln geschmückte Winterlinde (tilia cordata) dann schließlich zur besten Pflanzzeit in die Erde gebracht. Feierlich, mit guten Wünschen, Ehrungen, Sprüchen und Gesang, wie es sich für einen Chor gehört!

 

Dem "Gießen" an Ort und Stelle folgte ein geselliges Beisammensein mit den Sangesfreunden aus Escherode (bei Kassel ) im Saal.

Solange wie es den GV in Schwarza noch geben wird, kümmert er sich auch um die Pflege des Bäumchens. Inzwischen hat er neue Wurzeln geschlagen und erfreut sicherlich nicht nur uns Sänger mit seinem Grün. Auch wenn der GV selbst nicht mit in das Vereinshaus eingezogen ist und seinem Vereinslokal treubleibt, veranstalten die SängerInnen doch hin und wieder ein Fest im Saal und singen der Sängerlinde dann auch ein Ständchen. Die Linde ist seit jeher ein Volksbaum. Mit ihrer Lieblichkeit weckt sie Empfindugen wie Heimat und Geborgenheit. In vielen Orten sind heute noch sehr alte Linden der Dorfmittelpunkt. Man traf sich an der Linde. Unter ihr wurde gesungen, getanzt und gelacht. Warum soll das heute nicht mehr so sein?!

 

"Vivat, crescat, floreat!" "Lebe, wachse, blühe!" -

 

Das wünschen wir unserer Linde und hoffen, daß ihr das vergönnt ist.

Ingrid Heinrich


Mehr über: GV "Sängerkranz Eintracht" Schwarza e. V.

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